Beiträge zum Schlagwort: Erneuerbare Energien

ETH EnergieTage Hessen – Hessische Informationsplattform für erneuerbare Energien und energieeffizientes Bauen & Sanieren

Das Land Hessen hat seine Möglichkeiten der Energieeffizienz und regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Im Rahmen des hessischen Energiekonzepts definierte Umweltministerin Silke Lautenschläger Eckpunkte der zukünftigen Energiestrategie. Um das Ziel von 20 Prozent erneuerbarer Energien im Jahr 2010 zu erreichen, setzt Hessen auf Energieeffizienz und regenerative Energieerzeugung vor allem aus Biomasse und ferner aus Sonnenenergie, Wasserkraft, Geothermie und auch Windenergie.

Für die Region Mittelhessen gibt es sogar noch ambitionierte Pläne: Der Gießener Regierungspräsident Dr. Lars Witteck sieht im Rahmen des Regionalplans Mittelhessen 2009 vor, bis zum Jahr 2020 ein Drittel des mittelhessischen Endenergieverbrauchs durch den Einsatz regional erzeugter erneuerbarer Energien zu decken.

Die Kongressmesse ETH EnergieTage Hessen® trägt seit vielen Jahren maßgeblich zur Information und Meinungsbildung im Bereich erneuerbarer Energien und energieeffizientes Bauen und Sanieren bei. Auf der Veranstaltung erörtern seit 1999 jedes Jahr Experten aus Planung, Entwicklung, Beratung, Handel und Vertrieb Trends und Technologien. Messebesucher haben die Möglichkeit, sich über Produkte und Dienstleistungen zahlreicher Anbieter zu informieren, mit denen sich Energie einsparen lässt.
Zahlreiche hessische Organisationen, Verbände, Kammern und Netzwerke wie das Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo) e.V., der Gebäudeenergieberater in Hessen e.V. oder der IHK-Verbund Mittelhessen tragen als langjährige Partner zum Konzept der ETH EnergieTage Hessen® bei, erarbeiten fachlich hochwertige Kongressprogramme und nutzen die Messe zur Präsentation der eigenen Aktivitäten.

Auch dieses Jahr bietet die ETH EnergieTage Hessen® einen umfassenden Überblick über die Themen Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie und Wärmepumpe, Kraft-Wärme-Kopplung, Biogas, Nah- und Fernwärme, Wärmedämmung, ökologische Baustoffe, Holzbau, Haustechnik, Wärmerückgewinnung und mehr. Zudem informiert sie über fachliche Dienstleistungen wie Energieberatung, Finanzierung und Förderung von Energie- und Sanierungsmaßnahmen, Planung und Energieversorgung.

Geplante Kongressthemen für 2010 sind zum Beispiel:

Neue stoffliche Nutzungskonzepte für Biomasse, Solarthermie, Virtuelle Kraftwerke, Mini-Kraft-Wärme-(Kälte-)Kopplung, gewerbliche und kommunale Klimaschutzprojekte, Passivhaus, Biogas und Energieeffizienz in Gärtnereien. Das Messeprogramm wird abgerundet durch ein kostenloses Rahmenprogramm aus Vortragsreihen, geführten Messerundgängen oder Exkursionen.

Die Messe findet vom 29. bis 31. Oktober in den Stadthallen in Wetzlar statt. Sie ist Freitag und Samstag von 09.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag von 09.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur Ausstellung, den Kongressen und den kostenlosen Vortragsreihen finden Sie unter: www.energietage.com.

Kontakt und Information:

REECO GmbH
Susanne Köck
Unter den Linden 15
D-72762 Reutlingen
Tel.: +49 (0) 7121 – 3016 – 0
Fax: +49 (0) 7121 – 3016 – 100

presse@energie-server.de
www.denex.info

Schnelle Technologieentwicklung für erneuerbare Energien und Energieeffizienz ist Voraussetzung für das Erreichen der Klimaziele

Jahrestagung 2009 des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien fand breites Echo

Die Tagung des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) „Forschen für globale Märkte erneuerbarer Energien“ vom 24. bis 25. November in Berlin hat mit mehr als 400 Teilnehmern aus dem In- und Ausland ein breites Echo gefunden.

Die Generaldirektorin der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA), Hélène Pelosse, eröffnete den Internationalen Abend, auf dem die Forscher des FVEE den Gästen aus aller Welt die neusten Technologieentwicklungen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz vorstellten, mit denen überall auf der Welt eine nachhaltige Energieversorgung gesichert werden kann. Für eine Transformation der globalen Energiesysteme müssen gleichzeitig aber auch die energie- und forschungspolitischen Rahmenbedingungen entwickelt werden.

Deutschland kann hier eine Erfolgsstory vorweisen. Sie ist das Ergebnis von kontinuierlicher Forschungsförderung, Markteinführungsprogrammen und flankierender Maßnahmen. In seiner Rede führte der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, zu Beginn der Tagung aus, dass diese Entwicklung fortgesetzt werden wird: „Wir wollen den Weg in das Zeitalter der regenerativen Energie bereiten und die Technologieführerschaft bei den erneuerbaren Energien ausbauen. Nur durch eine exzellente Energieforschung werden wir in der Lage sein, unsere starke internationale Wettbewerbsposition zu halten.“ Auf der Tagung wurden Megatrends dieses Jahrhunderts wie Klimaerwärmung, rasches Bevölkerungswachstum und Ressourcenerschöpfung dargestellt.

Gleichzeitig zeigen die globalen Energieszenarien, dass ein wesentlich effizienterer Umgang mit Energie, verknüpft mit einem massiven Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien, einen umfassenden Beitrag zur Bewältigung dieser Probleme leisten kann. Robert Klinke, Referatsleiter für internationale Energiepolitik im Auswärtigen Amt unterstrich: „Der Charme von erneuerbaren Energien ist, dass ihr Durchbruch gleichzeitig die Klimakatastrophe verhindern, eine langfristig sichere Energieversorgung schaffen und allen Menschen Entwicklungschancen eröffnen wird. Für eine verantwortliche Außenpolitik ist es eine Selbstverständlichkeit, den Durchbruch dieser Technologien mit ihren Mitteln zu unterstützen und zu befördern. Der Durchbruch von erneuerbaren Energien wird die Initialzündung einer regelrechten dritten industriellen Revolution sein.

Deutschland ist einen großen Schritt gegangen, um diese Revolution zu beginnen. Nun müssen wir dafür sorgen, dass uns andere Staaten auf diesem Weg folgen. Denn alleine wird Deutschland die Energiewende nicht schaffen.“ Die Tagung des FVEE hat gezeigt: Die Technologien, die eine nachhaltige Energieversorgung ohne zusätzliche CO2-Emissionen gewährleisten, stehen bereits zur Verfügung und sind in der Lage, bis Mitte des Jahrhunderts Energiemengen in der Größe des gesamten derzeitigen Weltenergieverbrauchs bereitzustellen. Dieses Ziel ist jedoch nur zu erreichen, wenn Forschung und Entwicklung die Herausforderungen globaler Märkte annehmen. Dies betonte vor allem George Crabtree von der Materials Science Division,

Argonne National Laboratory, USA: „Der Übergang von fossilen Energieträgern zu sicheren, alternativen und nachhaltigen Energien ist eine wissenschaftliche Herausforderung auf höchstem Niveau. Sonnenlicht mit noch höherer Effektivität in Elektrizität umzuwandeln, erfordert zum Beispiel ein tieferes Verständnis der physikalischen Prozesse auf nanoskaliger Ebene.

Darüber hinaus müssen die Technologien an verschiedene klimatische und regionale Bedingungen angepasst werden. Denn die Märkte erneuerbarer Energien wachsen rasant aber ungleichmäßig. Viele Länder und Regionen sind derzeit nicht in der Lage, die Technologien allein weiterzuentwickeln und die notwendigen Investitionen zu tätigen. Professor Frithjof Staiß, Sprecher des FVEE und wissenschaftlicher Leiter der Jahrestagung machte deutlich, wie wichtig dafür Technologiepartnerschaften sind:

„Technologiepartnerschaften führen zu einer schnelleren Technologieentwicklung als Voraussetzung für das rechtzeitige Erreichen der Klimaziele. Forschung ist der Motor für Innovationen, die den rasch wachsenden Energiebedarf in den Schwellen- und Entwicklungsländern vor allem mit erneuerbaren Energien decken können. Daher besteht die Notwendigkeit für Investitionen nicht nur in fertige Technologien, sondern auch in gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprogramme.“ Zwar haben deutsche Forschungseinrichtungen zusammen mit der Wirtschaft bei erneuerbaren Energien und Energieeffizienz eine weltweite Spitzenposition erobert. „Doch damit dies so bleibt, ist eine Forschungsoffensive nötig“, sagte Frithjof Staiß. „Nur mit einer Forschungsoffensive können die Forschungsinstitute auch in Zukunft die Herausforderungen globaler Märkte erfolgreich annehmen, neue und kostengünstige Technologien zu entwickeln und in die heimische Wirtschaft zu transferieren.“ Andernfalls liefe Deutschland Gefahr, dass andere Länder diesen Milliardenmarkt übernehmen und im bereits begonnenen Wettlauf an Deutschland vorbeizögen.

Hintergrund:
Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien FVEE ist eine bundesweite Kooperation von Forschungsinstituten. Mit 1.800 Mitarbeitenden in elf Forschungsinstituten vertritt er rund 80 Prozent der außeruniversitären Forschungskapazität im erneuerbaren Energiebereich in Deutschland. Der Verbund ist das größte koordinierte Forschungsnetzwerk für Erneuerbare Energien in Europa. Die Mitgliedsinstitute erforschen und entwickeln Techniken für Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicherung und deren Integration in Energiesysteme.

Ansprechpartner ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) Petra Szczepanski, Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE), Geschäftsstelle, Kekuléstr. 5, 12489 Berlin, Tel. +49-30-8062-1337, Fax +49-30-8062-1333, fvee@helmholtz-berlin.de, www.fvee.de

Ansprechpartner Pressearbeit PR-Agentur Dr. Klaus Heidler Solar Consulting, Axel Vartmann, Solar Info Center, 79072 Freiburg, Tel. +49/761/38 09 68-23, Fax +49/761/38 09 68-11 vartmann@solar-consulting.de, www.solar-consulting.de

Sprecher des FVEE und wissenschaftlicher Leiter der Jahrestagung Prof. Dr. Frithjof Staiß, Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Industriestr. 6, frithjof.staiss@zsw-bw.de, www.zsw-bw.de