Beiträge zum Schlagwort: Energieeffizienz

GebäudeEffizienz Dialog: Energetische Optimierung als Motor für innovative Architektur

Energieeffizienz und zukunftsweisende Architektur sind keine Gegensätze.

Das zeigt der Kongress „GebäudeEffizienz Dialog“ am 9. November im Congress Center der Messe Frankfurt/Main.
Die Referenten sind Experten aus den Bereichen Investition, Architektur, Planung, Gebäudeautomation und Betrieb. Im Mittelpunkt des facettenreichen Vortragsprogramms steht das Thema nachhaltiges Bauen und Sanieren für effizientere Immobilien – stets mit Blick auf eine gute und qualitativ hochwertige Architektur.

Durch gesetzliche Vorgaben wie die Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) wachsen die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und ihren Anlagen. Ein verändertes Umweltbewusstsein und drohende Energiepreissteigerungen tun ein Übriges. Viele Architekten fürchten angesichts dieser Anforderungen, dass die Gestaltungsqualität auf der Strecke bleibt.

Das muss nicht so sein. Das Thema Energieeffizienz stellt Architekten nicht nur vor neue Aufgaben. Der wachsende Stellenwert der ökologisch-energetischen Belange kann auch ein Motor für innovative Architektur sein. Warum das so ist zeigt Prof. Eckhard Gerber, Gerber Architekten Dortmund und Hamburg, als einer der Keynote-Speaker.

Der umweltbewusste Umgang mit Materialien, ihr richtiger Einsatz und eine intelligente Gebäudetechnik sind wesentliche Voraussetzungen für reduzierten Energiebedarf und sinkende Emissionswerte. Über die ökologische Qualität von Immobilien referiert Jeremy Taylor, Tishman Speyer Frankfurt, am Beispiel des Opernturms Frankfurt

Fassaden spielen bei der Planung energieoptimierter Gebäude eine zentrale Rolle. Immer mehr werden sie zum integrierten Bestandteil der technischen Gebäudeausrüstung. Die polyvalente Fassade ist wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzepts einer Immobilie. Sie kann einerseits auf jahreszeitliche Bedingungen und andererseits auf Nutzeransprüche reagieren. Über moderne, intelligente Fassadentechnik informiert Wolfgang Priedemann, priedemann fassadenberatung GmbH.

Die ökologische, ökonomische und funktionale Qualität von Gebäuden
Insgesamt bietet das Programm in drei parallelen Sessions Vorträge von 21 Architekten, Integratoren, Planern, Beratern und Facility Manager. Neubau ist ebenso Thema wie Bestandssanierung. Ökonomische Aspekte werden ebenso diskutiert wie intelligente Technologien der Gebäudeautomation. Begleitet wird der Kongress durch eine informative Ausstellung.

Unterstützt wird der „GebäudeEffizienz Dialog“ durch Berufsverbände wie Verband Beratender Ingenieure (VBI), Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB), Branchenverbände wie Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Bundesindustrieverband Heizungs-, Klima-, Sanitärtechnik/Technische Gebäudesysteme e.V. (BHKS), Fachinstitut Gebäude-Klima e.V. (FGK) und eu.bac sowie Nutzerorganisationen wie EnOcean Alliance, LonMark Deutschland und BIG-EU. Veranstalter sind die Marketingdienstleister TEMA AG und MarDirect GbR.
Mehr Infos: www.gebaeudeeffizienz2010.de

Experten-Seminare von Zehnder, Oventrop und Wilo zu thermischer Behaglichkeit und Energieeffizienz

Thermische Behaglichkeit und Energieeffizienz für Gebäude Zweite Halbjahresstaffel 2010 des Expertenseminars von Zehnder, Oventrop und Wilo

Lahr, im Juli 2010. Die seit vielen Jahren erfolgreiche Seminar-Reihe „Thermische Behaglichkeit und Energieeffizienz für Gebäude“ geht auch 2010 wieder in die Verlängerung. Die Seminarroadshow wird im zweiten Halbjahr noch mal in Trier, Mannheim, Berlin und Hamburg Halt machen. Das Seminar richtet sich primär an Fachplaner sowie Architekten und ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von Zehnder, Oventrop und Wilo.

Das Motto „Klima rauf und Kosten runter!“ bezeichnet bereits sehr treffend das zentrale Anliegen des Seminars: Die Berücksichtigung höchster Wirtschaftlichkeit und optimalen thermischen Komforts bei Planung und Ausführung von Heiz-, Kühl- und Lüftungssystemen. Die Referenten zeigen dabei die erfolgreiche, praxiserprobte Umsetzung energieeffizienter Komplettsysteme.

Neben der Klärung der Bedeutung thermischer Behaglichkeit sowie der Funktionsweise energieeffizienter Systeme für Strahlungsheizung und -kühlung (Zehnder) erläutert das Seminar die systemgerechte Auswahl von Armaturen, Antrieben und Reglern (Oventrop). In die Themenwelt energiesparender, elektronisch geregelter Hocheffizienzpumpen führt der Vortrag des Pumpenspezialisten Wilo. Zudem werden die Grundlagen der komfortablen Wohnraumlüftung und ihre zunehmende Bedeutung im Kontext immer dichterer Bautechniken veranschaulicht (Zehnder Comfosystems).

Das Seminar wurde im übrigen durch die Architektenkammer Hessen zertifiziert und ist mit acht Fortbildungspunkten bewertet. Direkte Anmeldung jederzeit möglich sowie weitere Detailinformationen erhältlich unter www.klima-effizienz-forum.com.

Hochkarätiger Planerkongress von Wilo in Kooperation mit Fraunhofer-Gesellschaft und RWE in Berlin

Zweitägiger Planerkongress mit Teilnehmern aus ganz Deutschland Gestaltungspotenziale bei der Energieeffizienz durch technische Gebäudeplanung

Führende Referenten aus Baupraxis, Energieversorgung und Wissenschaft / Vorträge unter anderem von Stephan Kohler (dena), Prof. Hans-Jörg Bullinger (Fraunhofer), Dr. Norbert Verweyen (RWE) und Günther Mertz (BHKS) / Neue Perspektiven für die Energieeffizienz in Gebäuden durch „Wilo-Geniax“

Beim hochkarätig besetzten Planerkongress von WILO SE, Fraunhofer-Gesellschaft und RWE Mitte April 2010 in Berlin erlebten die Teilnehmer Fachvorträge renommierter Experten aus Baupraxis, Energieversorgung und Wissenschaft.
Beim hochkarätig besetzten Planerkongress von WILO SE, Fraunhofer-Gesellschaft und RWE Mitte April 2010 in Berlin erlebten die Teilnehmer Fachvorträge renommierter Experten aus Baupraxis, Energieversorgung und Wissenschaft.

Berlin / Dortmund. Einen hochkarätig besetzten Planerkongress veranstaltete der Dortmunder Pumpenspezialist WILO SE gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Energieversorger RWE Mitte April 2010 in Berlin. Die zweitägige Fachtagung unter dem Titel „Reaktion ist nicht genug – Gestaltungspotenziale und Notwendigkeiten“ stand im Zeichen des aktiven Klimaschutzes durch Gebäudeenergieeffizienz. Teilnehmer aus ganz Deutschland erlebten Fachvorträge renommierter Experten aus Baupraxis, Energieversorgung und Wissenschaft. Sie beleuchteten unter anderem die Potenziale aktueller Innovationen und die hohe Bedeutung der technischen Gebäudeplanung bei der Ausnutzung aller sich bietenden Energieeffizienzchancen.

Klimaschutz: Ziele und Strategien im Gebäudebereich
Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (Berlin) stellte Maßnahmen, Potenziale und Beispiele zur erfolgreichen Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich vor. Hierbei ging er unter anderem auf den aktuellen Stand der Gebäudesanierung in Deutschland und bestehende Markthemmnisse ein. Detailliert erläuterte er die Marktinstrumente zur Steigerung energetischer Sanierungen wie etwa den Energieausweis oder das Effizienzhaus-Label.

Expedition Innovation
Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, hob hervor, dass der Innovationsstandort Deutschland eine Vielzahl zukunftsweisender Technologien der Energieerzeugung und -nutzung hervorgebracht habe, Umwelttechnologien seien zudem ein Markt mit hohen Wachstumspotenzialen. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI habe gezeigt, dass die Zahl der Beschäftigten im „Greentech-Sektor“ bis 2020 um etwa 380.000 steigen kann. Werde der Klimaschutz verstärkt, sei sogar das Entstehen von rund 630.000 neuen Arbeitsplätzen möglich. Auf diese Weise könne das Bruttoinlandsprodukt um bis zu 81 Mrd. Euro gesteigert werden.

Prof. Bullinger stellte einige aktuelle Projekte der Fraunhofer-Gesellschaft vor. Im Bereich Energieeffizienz durch Baustoffe erforsche man beispielsweise mikroverkapselte Paraffine als thermische Speicher innerhalb von Baustoffen. Diese wirken als Kältespeicher und verhindern ohne zusätzliche Energiezufuhr, dass sich Räume im Sommer über angenehme 21 bis 26 Grad Celsius hinaus aufheizen. Dadurch könne aktive Kühlung reduziert und Strom gespart werden.

Weniger Verbrauch ist mehr Fortschritt
Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH, verwies auf die zunehmende Bedeutung der Energieeffizienz auch für einen Energieversorger. Sie sei ein wichtiger Baustein in der RWE-Klimaschutzstrategie, die Aktivitäten des Unternehmens werden dabei in der RWE Effizienz GmbH gebündelt. „Wir wollen mit Energieeffizienz Geld verdienen, sie soll ein wichtiges Geschäftsfeld werden“, betonte Dr. Verweyen vor diesem Hintergrund. Das Leistungsspektrum seines Unternehmens umfasse den Bereich Elektromobilität, das Portal www.energiewelt.de und die Hausautomatisierung. Zentrale Plattform für die Marktpartner sei dabei das Internetangebot seines Unternehmens, wo täglich rund 40.000 Privatkunden, kleine und mittelständischen Unternehmen, Architekten und Handwerker umfassende Informationen und schnelle Beratung finden. Im Bereich Hausautomatisierung plant die RWE Effizienz GmbH unter anderem, neben intelligenten Stromzählern auch eine computergestützte Steuerung für Heizung und Strom anzubieten. „Im Energiehaus der Zukunft wird ökonomische und ökologische Effizienz verknüpft“, so Dr. Verweyen. „Deutschland ist schon heute führend in der Umwelttechnologie. Fortschritte in der Energieeffizienz eröffnen unserem Land ein weiteres Wachstumsfeld. Innovative Lösungen steigern die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Nicht zuletzt vermindert ein effizienter Energieeinsatz die Abhängigkeit von Energieimporten.“

TGA-Anlagenbau:
Verantwortung für Energieeffizienz im Objektbau
Günther Mertz, Hauptgeschäftsführer des Bundesindustrieverbandes Heizungs-, Klima-, Sanitärtechnik / Technische Gebäudesysteme e.V. (BHKS), wies darauf hin, dass der Gebäudebestand nach wie vor überaltert und auf energetisch schlechtem Niveau sei: „Über 80 % der 17 Mio. Gebäude in Deutschland erfüllen nicht die Standards der EnEV 2009.“ Nach wie vor sei die Investitionsbereitschaft der Entscheider zu gering, die energetische Bestandsanierung erfolge zu langsam. Mit den aktuellen Förderprogrammen ließen sich nur bei ca. 200.000 Gebäuden im Jahr Maßnahmen realisieren – bei ca. 13,6 Mio. energetisch sanierungsbedürftigen Bestandsgebäuden. Hieraus ergebe sich rein rechnerisch eine Zeitdauer von 68 Jahren für die Sanierung des Gesamtbestandes.

Speziell auf den Objektbau bezogen unterstrich er vor diesem Hintergrund den hohen Nutzen von Zertifizierungen wie dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB, dem Amerikanischen Gütesiegel LEED oder auch dem weltweit etablierten ökologischen Qualitätszertifikat BREEAM. Ihr Vorteil sei jeweils eine gesamtheitliche Analyse und Beurteilung von Nichtwohngebäuden wie Büros, Verwaltungsgebäuden, Schulen, Krankenhäusern, Supermärkten, Rechenzentren etc. in einem umfangreichen standardisierten Verfahren. Mietern und Käufern gebe die Zertifizierung die notwendige Sicherheit im Hinblick auf Ökologie, Ökonomie, Behaglichkeit, Energiebedarf und Infrastruktur.

Bei „Wilo-Geniax“ werden die dezentralen, an den Heizkreisen bzw. Heizflächen angebrachten Miniaturpumpen nur aktiviert, wenn tatsächlich Wärme benötigt wird. Das Dezentrale Pumpensystem ermöglicht eine Senkung des Heizenergieverbrauchs um durchschnittlich 20 %.
Bei „Wilo-Geniax“ werden die dezentralen, an den Heizkreisen bzw. Heizflächen angebrachten Miniaturpumpen nur aktiviert, wenn tatsächlich Wärme benötigt wird. Das Dezentrale Pumpensystem ermöglicht eine Senkung des Heizenergieverbrauchs um durchschnittlich 20 %.

„Best in class ist nicht genug!“
Den stetig gestiegenen Stellenwert der Pumpentechnologie für die Energieeffizienz von Gebäuden hob Dipl.-Ing. Peter Stamm, Vertriebsleiter Deutschland, Österreich und Schweiz der WILO SE hervor. Der Hersteller gilt als Innovationsführer im Pumpenbereich und hat in den vergangenen Jahrzehnten etliche Meilensteine in der Gebäudetechnik gesetzt. Hierzu zählen wegweisende Produktentwicklungen vom ersten Umlaufbeschleuniger (1928) bis zur ersten Hocheffizienzpumpe für Heizung, Klima und Kälteanwendungen (2001). Die neueste Innovation, die besonders stromsparende Hocheffizienzpumpe „Wilo-Stratos PICO“ für Heizung und Klima, ermögliche durch einen neu entwickelten Pumpenmotor eine bisher nicht erreichte Energieeffizienz. Mit bis zu 90 % Stromkosteneinsparung im Vergleich zu alten ungeregelten Heizungspumpen sei sie „best in class“, d.h. effizienter als jede andere Pumpe der Energieeffizienzklasse A.

„Best in Class“ sei jedoch nicht genug. „Hersteller, Planer, Verarbeiter und auch die für Verordnungen und Gesetze Verantwortlichen müssen die Umsetzung von hocheffizienten Innovationen wesentlich schneller realisieren als dies in der Vergangenheit der Fall war“, so Stamm. Ihre bisherigen Anteile in der Baupraxis seien unbefriedigend und nicht hinnehmbar. Die heute verfügbaren Technologien ermöglichten z.B. im Gebäudebestand, der für ca. 40 % des Energieverbrauchs in Deutschland bzw. Europa verantwortlich sei, Energiebedarfsreduzierungen von bis zu 90 %. Gemeinsames, verantwortungsbewusstes Handeln sei es vor diesem Hintergrund zunehmend wichtig.

Zertifizierte Innovation Dezentrales Pumpensystem
Vor diesem Hintergrund habe Wilo in 2009 seinen Anspruch auf Technologieführerschaft bei der Energieeffizienz durch die Markteinführung des Dezentralen Pumpensystems „Wilo-Geniax“ untermauert, verdeutlichte Dr. Holger Krasmann, Vorstand Technik und Produktion der WILO SE, der im Rahmen seines Vortrags auf Trends und die Innovationsstrategie der Wilo-Gruppe einging. Ausgangsidee für „Wilo-Geniax“ sei die Weiterentwicklung der bisherigen „Angebotsheizung“ mit einer zentralen Heizungspumpe zur „Bedarfsheizung“ gewesen, deren dezentrale, an den Heizkreisen bzw. Heizflächen angebrachte Miniaturpumpen nur aktiviert werden, wenn tatsächlich Wärme benötigt wird. „Wilo-Geniax“ ermögliche eine Senkung des Heizenergieverbrauchs um durchschnittlich 20 %. Dies sei nicht nur durch umfassende Simulationen der TU Dresden im Rahmen der Entwicklungs- und Pilotphase ermittelt worden, sondern wurde aktuell auch durch Vergleichsmessungen des Fraunhofer Instituts für Bauphysik IBP bestätigt. Die durch Fraunhofer IBP nachgewiesenen Einsparpotenziale seien Anfang März 2010 durch den TÜV Rheinland zertifiziert worden. Dr. Krasmann verwies auf eine Reihe interessanter Referenzobjekte wie Schulen, Bürogebäude und Mehrfamilienhäuser, die seit dem Marktstart von „Wilo-Geniax“ Mitte 2009 bereits realisiert wurden bzw. im Bau befindlich sind. Planer und Architekten, die ihre Kunden von den Vorteilen des Dezentralen Pumpensystems überzeugen möchten, unterstütze Wilo durch umfassende bedarfsgerechte Serviceleistungen.

Weitere Informationen zu „Wilo-Geniax“:
WILO SE, Nortkirchenstraße 100, D-44263 Dortmund
Tel.: +49 (0) 2 31 / 41 02-0, Fax: +49 (0) 2 31 / 41 02-7575
E-Mail: wilo@wilo.com, Internet www.wilo.de und www.geniax.de