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Baywa AG punktet im Q3 mit stabilen Ergebniss

Entwicklung Q3 bei BayWa AG stabil – Baustoffe holten auf

  • gut diversivizierte Ausrichtung der geschäftlichen Standsäulen

Der BayWa-Konzern, München, WKN 519406, entwickelte sich im 3. Quartal 2009 erwartungsgemäß stabil. Zum 30. September des Jahres verzeichnet das internationale Handels- und Dienstleistungsunternehmen einen Umsatz von 5,6 Mrd. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) liegt bei 40,4 Mio. Euro. Mit diesen Zahlen bewegt sich die BayWa auf dem Durchschnittsniveau der Jahre 2006/2007 (bereinigt um Sondereffekte). Zum Vergleichszeitraum des Ausnahmejahres 2008 sank der Umsatz um 17 Prozent und das EGT um 56 Prozent.

„Die wirtschaftliche Gesamtsituation ist nach wie vor schwierig. Das nach neun Monaten erwirtschaftete Resultat ist eine solide Grundlage für ein stabiles Geschäftsergebnis im Krisenjahr 2009“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz, auf der Pressekonferenz in München. Die Diversifikation der BayWa erweise sich einmal mehr als wesentlicher stabilisierender Faktor für diesen Erfolg. „Wir werden uns angesichts der Volatilität der Märkte, in denen wir unterwegs sind, weiter auf die Kerngeschäftsfelder konzentrieren und gleichzeitig den Bereich der erneuerbaren Energien konsequent ausbauen“, betonte Lutz. So trennte sich die BayWa zum 1. Oktober 2009 mehrheitlich von ihrem Autohandel. Anfang November erwarb das Unternehmen über die 100-prozentige Tochter BayWa Green Energy zwei größere Beteiligungen: MHH Solartechnik GmbH und Renerco Renewable Energy Concepts AG. MHH ist als Groß- und Einzelhändler von Photovoltaikanlagen eines der führenden Unternehmen im Solarmarkt. Renerco ist ein europaweit tätiger Projektierer, Betreiber und Veräußerer von Wind- und Solaranlagen. „Wir haben uns mit insgesamt drei Akquisitionen in diesem Jahr als ein führender Anbieter in diesem Markt etabliert. Das sind strategisch wichtige Investitionen, um auch zukünftig unseren Geschäftserfolg in einem stark volatilen Umfeld zu sichern“, bekräftigte Klaus Josef Lutz.

Agrarsektor/Food Commodity: Niedriges Preisniveau beeinflusst Geschäft

Der Handel mit Agrarbetriebsmitteln und Erzeugnissen sowie der Bereich Technik erzielten im Segment Agrar nach neun Monaten insgesamt einen Umsatz von 2,6 Mrd. Euro und ein EGT von 11,9 Mio. Euro. Die stark rückläufigen Preise bei Betriebsmitteln und Erzeugnissen führten im Segment Agrar zu einem erwarteten Rückgang des Umsatzes von 19,5 Prozent und einem um 82,6 Prozent geringeren Ergebnis im Vergleich zur Vorjahresperiode des Ausnahmejahres 2008.

Das Handelsgeschäft ist in diesem Jahr besonders durch ein extrem geringes Preisniveau geprägt: Die Ein- und Verkaufspreise für Agrarerzeugnisse befinden sich auf dem niedrigsten Niveau seit 2004.

Dennoch profitierte die BayWa von der sehr guten Getreideernte 2009 mit einem Einlagerungs- und Erfassungsvolumen in Höhe von 1,7 Mio. Tonnen Getreide. Dies entspricht einer Steigerung von knapp 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die höhere Erntemenge bietet die Möglichkeit zusätzlicher Erträge, wenngleich aufgrund der aktuellen Marktsituation sich die Vermarktungsaktivitäten wohl zum großen Teil in die Folgemonate verschieben werden. „Wir sehen darin eine Chance für unser Handelsgeschäft, denn das niedrige Preisniveau senkt das Bestandsrisiko und bietet Vermarktungschancen, an denen auch die Landwirte partizipieren können“, verwies der BayWa-Chef in diesem Zusammenhang auf die verschiedenen Preismodelle für die Kunden im Getreidesektor.

Die niedrigen Erzeugerpreise und noch nicht gehandelte Ware führten bei den Landwirten zu einer geringeren Liquidität und damit zu einer Kaufzurückhaltung bei Betriebsmitteln und technischen Investitionsgütern. Nach einem erfolgreich verlaufenen 1. Halbjahr beim Technikgeschäft nahm die Nachfrage im 3. Quartal demzufolge erwartungsgemäß ab. Impulse könnten sich unter anderem von der führenden Messe Agritechnica und den dort neu vorgestellten Produkten der BayWa-Handelspartner sowie dem Förderpaket der neuen Bundesregierung für Landwirte ergeben.

Bauwesen: Leichte Erholung bei Baustoffen

Der Handel mit Baustoffen und der Einzelhandel bei Bau- und Gartenmärkten im Segment Bau haben sich im 3. Quartal positiv entwickelt. Der Umsatz konnte in diesem Zeitraum um weitere 540 Mio. Euro auf insgesamt 1,3 Mrd. Euro gesteigert werden. Zum 30. September 2009 erzielte das Segment Bau ein EGT in Höhe von 7,6 Mio. Euro. Dies bedeutet eine Ergebnissteigerung von knapp 2 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr.

Der Baustoffhandel profitierte von witterungsbedingten Verschiebungen und zunehmender Nachfrage bei Sanierungen im Wohnungsbau. Außerdem dürften erste Impulse aus den Konjunkturpaketen der Bundesregierung zu der positiven Entwicklung im letzten Quartal beigetragen haben.

Cash & Carry markets/ Baumärkte
Der Einzelhandel/Consumer market konnte sich im 3. Quartal auf dem Niveau des Vorjahres behaupten. Im September eröffnete die BayWa ihren größten Bau & Gartenmarkt der Sparte: Der Markt im Gewerbegebiet von Backnang nordöstlich von Stuttgart hat eine Gesamtfläche von rund 12 000 m² und ca. 100 Beschäftigte. „Hier haben wir im Bau- und Gartenbereich zum ersten Mal konsequent unser Fachhandelskonzept umgesetzt, um uns als individueller Nahversorger zu etablieren“, erläuterte Lutz. Auch an anderen Standorten soll zukünftig dieses Konzept, das Größe und Sortiment entsprechend der am Standort vorherrschenden Nachfrage anpasst, realisiert werden.

Energie: EGT im Vergleich zu 2008 + 76%

Das EGT im Segment Energie erreichte zum 30. September 2009 mit 13 Mio. Euro (7,4 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2008) ein sehr gutes Ergebnis. Der Umsatz liegt nach neun Monaten bei 1,4 Mrd. Euro und damit preisbedingt rund 26 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Dieses Ergebnis ist besonders auf die ausgezeichneten Verkäufe von Brennstoffen im ersten Halbjahr 2009 zurückzuführen. Diese Tendenz schwächte sich im 3. Quartal erwartungsgemäß ab, da hohe Befüllstände bei privaten Heizöltanks, der steigende Ölpreis und die saisontypische Nachfrageabnahme beim Heizöl zu einem Rückgang der Absatzmengen führten. Ähnliches gilt für den Verkauf von Holzpellets. Der Absatz im Schmierstoffgeschäft stagnierte vor allem aufgrund der konjunkturbedingten Rückgänge beim metallverarbeitenden und beim Speditions-Gewerbe.

Wie angekündigt expandierte die BayWa im Segment Energie und übernahm zwei mittelständische Mineralöllieferanten: die Firmen Sailer (Augsburg) und Bielmeier (Viechtach).

Sonstige Aktivitäten: Autohandel erfolgreich verkauft

Zum letzten Mal wies der Konzern unter den Sonstigen Aktivitäten neben der Lebensmittelproduktion auch den Autohandel aus. Nach dem erfolgreichen Verkauf der Mehrheit am Autohandel zum 1. Oktober 2009 wird das Segment Sonstige Aktivitäten zukünftig nur noch die Lebensmittelproduktion umfassen.

Der Umsatz in diesem Segment erreichte nach 3 Quartalen 337 Mio. Euro und liegt damit rund 9 Prozent unter Vorjahr. Der Umsatzrückgang resultiert aus den Aktivitäten in der Lebensmittelproduktion. Hier führte eine sehr gute Obsternte mit entsprechenden Preisabschlägen bei Fruchtsaft/-Juicekonzentraten zu Einbußen. Der Autohandel konnte bis zuletzt von der Abwrackprämie profitieren.

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BayWa AG hat über BayWa Green Energy GmbH Mehrheit an der Renerco Renewable Energy Concept AG (Renerco) übernommen.

Die BayWa AG (BayWa) hat Renerco AG zu 87,7% von der Babcock & Brown GmbH übernommen.

„Wir haben die momentan günstige Situation genutzt und innerhalb eines knappen halben Jahres mit Renerco, Aufwind Neue Energien GmbH und MHH Solartechnik GmbH drei nachhaltig profitable Unternehmen im Sektor erneuerbarer Energien gekauft. BayWa hat sich durch die Akquisitionen als führender Player in diesem wachstumsstarken Markt etabliert“, erklärt BayWa-Vorstandsvorsitzender Klaus Josef Lutz.

BayWa Green Energy deckt mit den drei Beteiligungen die Wertschöpfungskette über Planung, Entwicklung, Handel bis hin zu Dienstleistungen für den Betrieb von Anlagen ab. „Damit sind wir in den strategischen Wachstumsmärkten Solar, Wind und Biogas bei erneuerbaren Energien hervorragend aufgestellt“, so Lutz.

„Die strategische Zielsetzung der regionalen Diversifikation und die Ausrichtung auf Wachstum im europäischen Ausland von Renerco passen hervorragend zur Unternehmenspolitik der BayWa“, ergänzt der für Energie zuständige BayWa-Vorstand Roland Schuler. Außerdem seien Synergien mit anderen Geschäftsfeldern des Unternehmens wie z.B. dem Baustoffbereich möglich. „Renerco ist von daher die ideale Ergänzung zu unseren bestehenden Aktivitäten“, so Schuler.

Renerco betreibt ein integriertes Geschäftmodell, das auf drei Ertragssäulen ruht, die sich gegenseitig ergänzen: der Entwicklung von Projekten und deren Veräußerung, dem Aufbau eines eigenen Portfolios und dem sich daraus ergebenden Stromverkauf sowie dem Angebot von Servicedienstleistungen bei Betreibergesellschaften (z.B. Betriebsführung und technische Beratung). Zur Renerco-Gruppe gehören produzierende Energieerzeugungsprojekte mit einer Gesamtleistung von 80 Megawatt (MW). Die Projektpipeline von Renerco umfasst zurzeit über 500 MW an Wind- und Solarparks in Europa. Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 50 Mio. Euro.

Der Vollzug der Renerco-Akquisition steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Kartellbehörden.

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E-Mail: Olivia.Zapletan@baywa.de

zum 1. Januar 2010 übernimmt die BayWa-Tochter Green Energy GmbH die MHH Solartechnik GmbH.

BayWa kauft MHH Solartechnik

Entscheidender Schritt zur Umsetzung der Wachstumsstrategie im Bereich erneuerbare Energien

München, 27. Oktober 2009 – Zukünftig wird die MHH Solartechnik GmbH in Tübingen zum Münchner BayWa-Konzern gehören: Zum 1. Januar 2010 wird die 100-prozentige BayWa-Tochter Green Energy GmbH vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden alle Anteile an der MHH Solartechnik von der Sunways AG, Konstanz, übernehmen.

„Mit diesem Zukauf stößt die BayWa das Tor weit auf, um zu einem der führenden Handelshäuser für erneuerbare Energien in Europa zu werden“, betont Vorstandsvorsitzender Klaus Josef Lutz. Innerhalb weniger Monate habe das Unternehmen nach Aufwind Neue Energien GmbH „nun eine zweite, für die Umsetzung unserer angekündigten Wachstumsstrategie bedeutende Akquisition im Bereich erneuerbare Energien gemacht“. Die Übernahme von MHH Solartechnik stelle eine erhebliche Stärkung der Marktposition für die BayWa dar.

„Damit können wir die Wachstumspotenziale auf diesem Sektor auch im Hinblick auf die Kundenansprache konsequent für unseren Geschäftserfolg nutzen“, so Lutz weiter. Prognosen gingen davon aus, dass im Jahr 2020 über 100 Gigawatt (GW) Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt werden (2008: knapp 40 GW).

„Die MHH hat eine ausgewiesene Expertise bei Beratung, Verkauf und Bau von PV-Anlagen. Mit dem Erwerb von MHH bauen wir nicht nur weiter Know-how aus, sondern werden neue Kundensegmente erschließen und Kostenvorteile, zum Beispiel im Einkauf, nutzen“, erklärt der für Energie zuständige BayWa-Vorstand Roland Schuler. Außerdem sei vereinbart worden, eine Projektierungsgesellschaft zwischen BayWa und der Sunways AG zu gründen, an der die BayWa mehrheitlich beteiligt sein wird. Mit dieser Gesellschaft, die Photovoltaik-Projekte im Bereich mittelgroßer bis großer Solaranlagen und Solarparks entwickeln, planen und umsetzen soll, will die BayWa die Wertschöpfungskette des Geschäftsfeldes erneuerbare Energien vergrößern.

Die MHH Solartechnik ist mit vier Standorten in Deutschland (Tübingen, München, Nürnberg, Duisburg) vertreten und hat insgesamt 60 Mitarbeiter. Das lieferantenunabhängige Unternehmen ist im Groß- und Einzelhandel von Photovoltaik-Anlagen tätig und zählt zu den weltweit größten Händlern für namhafte Markenhersteller. Die Schwerpunkte der Vertriebstätigkeiten liegen in Europa in den Beneluxstaaten, in Tschechien, Italien, Griechenland, Schweiz und Österreich.

Außerdem hat die MHH eine Tochterunternehmung in Frankreich. Die MHH Solartechnik erzielte 2008 einen Umsatz von 122 Mio. Euro. Unter der Berücksichtigung einer erfolgsabhängigen Komponente im Kaufvertrag beträgt der Kaufpreis für MHH Solartechnik zwischen rund 15 und 20 Mio. Euro.

Marion Danneboom
BayWa AG
Leiterin PR/Unternehmenskommunikation

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