ACO Haustechnik Fachseminare und Schulungen

Termine Mai 2011

10.05.2011:
Spezialseminar Dach für Architekten und Planer in Zusammenarbeit mit
verschiedenen Partnern: Ort: Kassel.

  • Flachdachentwässerung,
  • Dachabdichtung,
  • Leckortung,
  • Dachbegrünung,
  • Herausforderung Flachdach,
  • Photovoltaik.

24.05.2011:
Spezialseminar Dach für Architekten und Planer in Zusammenarbeit mit
verschiedenen Partnern: Ort: Berlin.

  • Flachdachentwässerung,
  • Dachabdichtung,
  • Leckortung,
  • Dachbegrünung,
  • Herausforderung Flachdach,
  • Photovoltaik.

25.05.2011:
Spezialseminar Dach für Architekten und Planer in Zusammenarbeit mit
verschiedenen Partnern: Ort: Dresden.

  • Flachdachentwässerung,
  • Dachabdichtung,
  • Leckortung,
  • Dachbegrünung,
  • Herausforderung Flachdach,
  • Photovoltaik.

26.05.2011:
Spezialseminar Dach für Architekten und Planer in Zusammenarbeit mit
verschiedenen Partnern: Ort: Leibzig.

  • Flachdachentwässerung,
  • Dachabdichtung,
  • Leckortung,
  • Dachbegrünung,
  • Herausforderung Flachdach,
  • Photovoltaik.

Die ACO Academy genießt bei Fachhandwerkern und Anlagemechanikern, bei Planern und Baufachleuten den Ruf eines hervorragenden Fortbildungszentrums. Die zweitägigen Seminare an der ACO Academy in Stadtlengsfeld vermitteln nicht nur Wissen, sondern bieten auch ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Zum gegenseitigen Kennenlernen beginnen die Schulungen meistens mit einer Werksführung oder der Besichtigung des benachbarten Erlebnis- Bergwerkes. Die moderne Ausstellungshalle von ACO Haustechnik am Schulungsort zeigt Hebeanlagen, Fettabscheider, Brandschutzlösungen und Entwässerungssysteme ausgesprochen anschaulich und unterhaltsam: mit Querschnitten, Innenansichten, Schautafeln, Erklärungsdiagrammen und Funktionsschaltern. Nach den Veranstaltungen ist das Bistro ein guter Treffpunkt für spannende Gespräche und Kontakte.

– Weitere Informationen zu den Referenten, Themen, Terminen, Anmeldung und Anreise erhalten Sie unter: www.aco-haustechnik.de

Ökostrom kann Kernkraft in neun Jahren ersetzen

Forschungsinstitut: Atomausstieg und 100 Prozent erneuerbarer Strom früher möglich als geplant

Fahrplan für den raschen Umstieg: Notwendige Wegbereiter sind flexible Gaskraftwerke, Netzausbau und -ertüchtigung, Speichertechnologien sowie Energieeffizienz.

Deutschland kann bis 2020 die Atomkraft durch Ökostrom ersetzen und die Stromversorgung bereits vor 2050 vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Zu diesem Schluss kommt das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Strom aus Sonne, Wind, Biomasse und Wasserkraft ist imstande, in Kombination mit dezentralen hocheffizienten Gaskraftwerken in neun Jahren den Wegfall der Kernenergie auszugleichen, ohne dass eine Stromlücke entsteht. Der Umstieg ist laut ZSW machbar, er muss aber durch bestimmte Rahmenbedingungen flankiert werden. Dazu gehören besonders Speichertechnologien, wie die Konvertierung von erneuerbarem Strom in Methan oder Wasserstoff, und eine Modernisierung der Netzinfrastruktur. Wird dies realisiert, ist ein volkswirtschaftlicher Gewinn bis 2050 von mehreren hundert Milliarden Euro möglich.

Das Stuttgarter Forschungsinstitut, das unter anderem das Bundesumweltministerium mit Daten und Studien zur Entwicklung der erneuerbaren Energien berät, geht davon aus, dass der „Nationale Aktionsplan für erneuerbare Energien“ der Bundesregierung erfüllt werden kann. Der Plan strebt bis 2020 einen Ökostromanteil von 38,6 Prozent an. 2010 lag er bei 16,8 Prozent. „Der geplante Ausbau und die Steigerungsraten erfordern eine signifikante Beschleunigung des Netzauf- und -ausbaus, der Entwicklung und Integration von Speichern sowie des Lastmanagements und der Laststeuerung“, sagt Professor Frithjof Staiß, der geschäftsführende Vorstand des ZSW. Wird dies engagiert umgesetzt, ist auch eine 100-prozentige Ökostromversorgung deutlich vor 2050 möglich, so Staiß.

Der Anteil der Atomkraft kann bis 2020 auf null reduziert werden, rund zwei Jahre schneller als von der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung geplant. Im Jahr 2010 stammten rund 22 Prozent des Strommixes aus Kernenergie. Da der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 um 22 Prozentpunkte gesteigert werden soll, ist die Kompensation des Atomstroms durch Ökostrom möglich. Neben dem Ökostromausbau ist die verstärkte Einbindung dezentraler gasbetriebener Stromerzeugungsanlagen in Kraft-Wärme-Kopplung nötig. Sie können in der Übergangszeit die Versorgungszuverlässigkeit garantieren und emittieren gleichzeitig weniger Kohlendioxid als Kohlekraftwerke. Vor allem aber: Die Anlagen sind bedeutend flexibler als schwerfällige Großkraftwerke und können die Schwankungen beim erneuerbaren Strom ausgleichen.

„Dies ist schon deshalb erforderlich, weil noch Zeit benötigt wird, um Speichertechnologien und das Stromnetz so auszubauen, dass hohe Anteile von Wind- und Solarenergie möglich sind“, so Professor Staiß. Eine Schlüsselrolle kann dabei die Nutzung von Stromüberschüssen zur Herstellung von Erdgassubstitut spielen: Dabei wird Ökostrom in zwei Schritten in erneuerbares Methan umgewandelt, das ohne Weiteres in das Erdgasnetz eingespeist werden kann.

Eine erhebliche Steigerung des prozentualen Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung muss zudem durch Effizienzmaßnahmen auf der Verbrauchsseite unterstützt werden. Sie bewirken einen Rückgang des Gesamtstrombedarfs und damit eine weitere Reduktion des fossilen Stromaufkommens.

„Eine sichere und nachhaltige Stromversorgung gibt es nicht umsonst“, betont ZSW-Vorstand Staiß. Der Umbau müsse vorfinanziert werden. Dies ist aber nicht mit einem sprunghaften Strompreisanstieg verbunden. Durch weitere Kostensenkungen im Bereich der Ökostromerzeugung und gleichzeitig steigende Preise etwa für fossile Energieträger und Emissionszertifikate wird die Versorgung mittelfristig sogar deutlich kostengünstiger sein als im heutigen System. Bei einer Gesamtenergieversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050, also für Strom, Wärme und Mobilität, könnte Deutschland einen kumulierten volkswirtschaftlichen Gewinn von 750 Milliarden Euro erwarten. Dies belegt das alternative „Energiekonzept 2050“, das sieben Mitgliedsinstitute des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) bereits im Sommer 2010 vorgelegt haben.

Um den Umstieg optimal zu schaffen, müssen allerdings auch die Forschungsmittel für erneuerbare Energien und Energieeffizienz ausgeweitet werden. Dies ist nicht zuletzt durch die Umwidmung der Förderung von Nukleartechnologien möglich. So können Innovationen und Kostensenkungen noch schneller umgesetzt werden. Deutschland wird dann seiner Vorreiterrolle im Energiebereich gerecht und gibt Impulse auch für andere Länder.

Das ZSW gehört zu den führenden Instituten für angewandte Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. In Stuttgart, Ulm und Widderstall arbeiten derzeit rund 200 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker. Am Standort Stuttgart werden Photovoltaik und regenerative Kraftstoffe erforscht und Energiesystemanalysen erstellt, in Ulm Batterietechnik und Brennstoffzellen entwickelt.

mehr Infos : www.zsw-bw.de

Sechs Schritte zum Energiesparhaus: Dachdämmung

„Bei einer nachträglichen Dachdämmung sind 20 cm Dämmstoff, z.B. zwischen und unter den Sparren das richtige Maß. Wer sich dafür entscheidet, hat im Winter und in heißen Sommern einen Nutzen: Ungedämmte Dächer verlieren im Winter viel Wärme, im Sommer kann die Hitze das Wohnen fast unmöglich machen“, so Werner Eicke-Hennig, Leiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“, „bei älteren Dächern bieten 3,5 cm Heraklitplatten oder 12 cm Bimssteinausmauerung zwischen den Sparren nur einen mäßigen Wärmeschutz. Das ist so schlecht, dass die teure Heizwärme fast ungehindert entweichen kann“, so der Energieexperte weiter.

Was hilft dagegen? Wer künftig sein Dach neu eindeckt, ausbaut oder die Innenbekleidung erneuert, baut am besten eine vernünftige Wärmedämmung ein. Das Land Hessen empfiehlt 16-20 cm Dämmstoff. Das ist nicht zuviel, denn ein neues Dach hält gut und gerne 50-80 Jahre. Wer es also gleich richtig macht, kann künftigen Energiepreissteigerungen eher gelassen entgegen sehen.

Damit die Dämmung wirksam wird, darf Kalt- oder Warmluft nicht an ihr vorbei durch Fugen und Ritzen ins Hausinnere strömen. Raumseitig unter den Dämmstoff wird deshalb eine Folie oder ein Spezialpapier eingebaut.

Alle Stöße und Fugen sowie Anschlüsse an Dachflächenfenster, Traufe oder an den Giebelwänden, werden mit Klebebändern oder Klebstoff abgedichtet. Früher glaubte man bei Feuchteschäden im Dach, die Wasserdampfdiffusion sei Schuld und ordnete Belüftungsschichten an, die kaum einmal funktionierten. Heute wissen wir: Es sind die großen Mengen feuchtwarmer Innenluft, die, durch den thermischen Auftrieb im Haus, mit Überdruck in offene Fugen und Ritzen ins Dach einströmen:  300 bis 1.000 g pro Tag durch eine 1 cm breite und 1 m lange Fuge, während durch Wasserdampfdiffusion nur 1g pro Tag und m² Feuchtebelastung entsteht. Auf einen fugendichten Dachausbau wurde früher nicht geachtet, weil man die Konsequenzen nicht kannte. Manche vor fünfzehn oder zwanzig Jahren mit 10 cm Dämmmatten gedämmten Dächer werden heute deshalb saniert. Nach Abnahme der Innenbekleidung zeigen sich häufig hunderte Meter Fugen. Zugluft im Winter und Hitze im Sommer waren die jahrelang ertragenen Konsequenzen. Solche Dächer sind dermaßen undicht, dass manchmal sogar die Feuchteschäden ausblieben, weil die von allen Seiten durchziehende Zugluft, die an den Sparrenflanken und im Dämmstoff auskondensierende Feuchte wieder austrocknete: Glück gehabt, bei hohem Schadensrisiko, zum Preis von Unbehaglichkeit und hohen Heizkosten. Heute werden solche Dächer zum Beispiel mit weiteren 10-12 cm von innen gedämmt und innen diesmal gut gegen Luftströmungen abgedichtet.

Die vorhandene Dämmung kann meistens weiter genutzt werden, die neue Dämmung kommt wahlweise darunter oder auf den Sparren. 20 cm Dämmstoff im Dach sind für einen Altbau ein hervorragender Wert. Die Abdichtung wird nach der mittlerweile seit 1996 existierenden „Luftdichtheits-Norm“ DIN 4108-7 vorgenommen.

Womit dämmen? Das muss fallweise entschieden werden:
Der Dachdeckermeisterbetrieb hat hier die Erfahrung. Vorteile haben Glas- und Steinwollematten oder -keile, weil sie sich gut an alle Unebenheiten des Daches anpassen. Unser Tipp: Eine Übersicht gibt eine Energiespar-Information zur Dämmung des Steildaches (Nr. 6), die unter www.energiesparaktion.de herunter ladbar ist.

In Hessen wird der Dämmstoff in der Regel zwischen den Sparren angebracht. Was tun, wenn der Sparren nur 12 cm hoch ist, aber 20 cm eingebaut werden sollen? Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: Dämmstoff mit geringster Wärmeleitung wählen (WLG 032 steht auf der Rolle). Er ist zwar leicht teurer als die üblichen Dämmstoffe, dämmt aber pro cm Dicke 12 % besser. Und zusätzlich unter dem Sparren noch mindestens 24 mm Dämmstoff zwischen die Traglattung der Innenkleidung einbauen. Als zweite Möglichkeit kann eine Aufdoppelung des Sparrens von oben vorgenommen werden (6-10 cm Kantholz). Dieser  neue Raum wird mit Dämmstoff verfüllt.

Eine gute Dachdämmung hat 3 Vorteile:

  • Erstens:
    Die Dämmung zahlt sich selbst aus den eingesparten Heizkosten zurück (die Dämmung, nicht die Neueindeckung). Die Einsparung durch Dachdämmung liegt meist zwischen 10 und 20 %, je nach Ausgangszustand.
  • Zweitens:
    Behaglichkeit im Winter. Die Dachschräge wird nicht mehr so kalt, es entsteht kein Zugluftgefühl mehr im Dach. Man fühlt sich wohler im Dachräumen.
  • Drittens:
    Sommerlicher Wärmeschutz. Auch die Sonnenhitze bleibt draußen, denn der Dämmstoff dämmt in beide Richtungen. Und was an Sonnenwärme nicht ins Dach reinkommt, muss auch nicht rausgelüftet werden. Schlafen unterm Dach wird auch in heißen Sommern angenehmer.

Informationen zu den aktuellen Förderrichtlinien und -möglichkeiten finden Sie unter www.kfw.de, www.bafa.de, oder www.foerderdata.de

Informationen zur „Hessischen Energiespar-Aktion“, zum „Energiepass Hessen“, den Kooperationspartnern, die 14 Energiesparinformationen mit detaillierten Hinweisen zu den wichtigsten Energiespartechniken, viele weitere Fachbeiträge oder die Energieberaterliste erhalten Sie unter www.energiesparaktion.de

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.