Leckagefreie Förderung aggressiver, korrosiver und toxischer Medien

Hermetisch dicht bis 120°C – Magnetkupplungspumpe Grundfos CRN MAGdrive

Im Rahmen des Varianten-Konzepts für die Hochdruckpumpen-Baureihe CR offeriert Grundfos mit der Permanentmagnet-Kupplung MAGdrive für CRN-Pumpen (medienberührte Teile aus Chromnickelstahl 1.4401) der Baugrößen 1 bis 90 auch eine wellendichtungslose Ausführung. Dabei schließt ein Spalttopf umweltgefährdende Medien hermetisch ein. Durch den Spalttopf hindurch treibt ein äußerer Magnetrotor den inneren Rotor an, der wiederum mit der Pumpenwelle verbunden ist. Die leckagefreie Magnetkupplung MAGdrive bietet dem Anwender eine sichere und technisch hochwertige Lösung, wenn kritische Medien zu fördern sind.

Hier ein Einsatzbeispiel: Ein Faser-Produzent setzt eine CRN MAGdrive-Pumpe im Vorprodukt-Kreislauf ein und fördert dort Polyacrylnitril, das in Dimethylformamid gelöst ist (DMF ist als toxisch und kanzerogen eingestuft). Hochviskoses Polyacrylnitril ist der Ausgangsstoff zur Produktion von Kohlenstoff-Fasern.

Sicherheit und Umweltschutz haben bei wellendichtungslosen Magnetkupplungspumpen Priorität, doch sollte auch hier die Energieeffizienz nicht gänzlich unbeachtet bleiben. Interessant ist deshalb die energetische Betrachtung der Grundfos-Lösung: Herkömmliche Magnetkupplungen weisen energetische Verluste von bis zu 30 % auf – und der Betreiber muss deshalb oft einen größeren Motor wählen. CRN MAGdrive-Pumpen sind hier deutlich effizienter: Bei den Motorgrößen zwischen 1,1 und 22 kW ist lediglich mit Verlusten von 2 bis 16 % zu rechnen. Weil als Standard Hocheffizienzmotoren der EFF1-Klasse zum Einsatz kommen, gelten Magnetkupplungspumpen von Grundfos als die verbrauchsgünstigsten Aggregate dieser Bauart.

Die sehr geringen Verluste erklären sich durch die Wahl besonders hochwertiger Komponenten: Der unmagnetische Spalttopf besteht je nach Einsatzbedingungen aus Hastelloy C4 oder Edelstahl 1.4571. Um die energetischen Verluste so gering wie möglich zu halten, ist der tiefgezogene Spalttopf mit einer Wanddicke von nur 0,4 mm ultradünn ausgeführt (die Kaltverformung gewährleistet dennoch eine hohe Stabilität).

Die hohe Magnetdichte der aus Neodym-Eisen-Bor (NdFeB) oder Samarium-Kobalt (SmCo) gefertigten Hochleistungsmagneten gewährleistet eine sichere Übertragung des Drehmomentes.

Die Pumpe kann auch in einer ATEX- sowie einer Low-NPSH-Ausführung geordert werden. Für besonders aggressive Medien stehen O-Ringe aus FXM (Fluoraz) oder FFKM (Kalrez) zur Verfügung.

Grundfos bietet die MAGdrive-Magnetkupplung bis zu einer Temperatur von 120°C an. Eine Erweiterung auf 180°C ist geplant.

Die technischen Eigenschaften der CRN MAGdrive auf einen Blick:

  • mehrstufige Edelstahl-Inline-Hochdruckpumpe mit Permanentmagnetkupplung
  • leckagefreie Förderung aggressiver, korrosiver und toxischer Medien
  • Förderströme bis 120 m³/h, Förderdruck max. 25 bar, Medientemperatur zwischen -30 und +120°C, zulässige Viskosität zwischen 0,3 und 300 mPas, Motorleistung zwischen 0,37 und 22 kW
  • geringe Standfläche dank vertikaler Bauweise
  • durch den Einsatz hochwertiger Komponenten sehr geringe Verlustleistung; besonders hohe Energieeffizienz

Magnetkupplungspumpen der Baureihe CRN MAGdrive bieten dem Betreiber eine sichere, technisch hochwertige und energieeffiziente Lösung, wenn kritische Medien zu fördern sind.

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